Christian-Gottfried-Ehrenberg-Gymnasium

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Mit Stimme und Sonnenbrille: Reime-Chor feiert 20.
von Julia Wick (LVZ)
Jubiläum
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In gewohnter Konzertumgebung: der Oskar Reime Chor in der Schenkenberger Kirche. Fotos: Julia Wick

Ensemble bekommt zum Geburtstag zur Abwechslung mal ein Ständchen von den Lehrerinnen

Schenkenberg. Eine prall gefüllte Kirche, eine aufgeregte Lehrerschaft, jede Menge Geschenke und wohlklingende Gesänge - so präsentierte sich am vergangenen Donnerstagabend der gerade 20 Jahre jung gewordene Oskar Reime Chor bei seinem Sommerkonzert in der Schenkenberger Kirche. Seit sechs Monaten haben die derzeit 47 Mitglieder des Chors unter der Leitung von Sylvia Alltag deshalb unabkömmlich geprobt. Eine stressige, die sich am Konzertabend auszahlen sollte.

Ein Präsent der ganz anderen Art gab es von den Lehrern des Gymnasiums. Wobei gesagt werden muss, dass sich ausschließlich die Lehrerinnen am einstudierten Ständchen in der Kirche beteiligten. "Wir haben zwar nicht viele männliche Kollegen, aber die, die wir haben, sind offenbar alle Feiglinge", schimpfte Englisch- und Russischlehrerin Birgit Kapitza schmunzelnd. Ganz auf männliche Unterstützung mussten die Pädagoginnen doch nicht verzichten. Kurzerhand wurde beim umgedichteten Jubiläumssong zur Melodie von "Yellow Submarine" Schulleiter Frank Werner als Kapitän verdonnert und zum spontanen Mitsingen nach vorn geholt.

https://ugc.lotta.schule/ugc/0c7c4085-8d2a-51a4-930e-19ea854c539dDer Chor selbst zeigte sich in gewohnter Liebe zum Detail und zur Musik. Zu hören gab es vom klassischen Kirchengesang bei "Ave verum" bis hin zum modernen, fast schon poppig klingendem Klang von "God of this City" alles. Und sogar exotische Klänge machten sich dank ausgefallenen Stücken wie "Kom" und "Gamla moder" breit. Letzteres könnte auch an den Austauschschülern liegen, die der Chor immer wieder begrüßt. Zuletzt war Valeria Crespo Herrera aus Bolivien Teil des Ensembles. Im September vergangenen Jahres war sie nach Deutschland gekommen und hatte sich nicht nur bei ihrer Gastfamilie in Grebehna, sondern auch in der Schule und vor allem im Chor sehr wohl gefühlt. "Ich habe das Singen mit meinen Freunden sehr genossen und werde sie alle schrecklich vermissen", sagte die 17-Jährige und hielt dabei tapfer die Tränen zurück. Nur einen Tag nach dem Sommerkonzert, trat sie die Heimreise an.

Doch nicht nur von Valeria hieß es am Donnerstag Abschied nehmen. Das Ende eines Schuljahres bedeutet auch immer das Ausscheiden der Zwölftklässler. In diesem Jahr verlassen so gleich zehn Abiturienten die Chorgemeinschaft. Nach dem Konzert fanden sich Ehemalige und aktuelle Mitglieder, Lehrerinnen und Chorfreunde im Pfarrgarten zusammen. Hier schaute man sich alte Fotos an, erzählte sich Erlebnisse aus "Chorzeiten" und sang bis in den späten Abend hinein fröhlich weiter.